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Gemeindebrief September

                                        Gib niemals auf!

Liebe Geschwister und Freunde,

total erschöpft saß ich im Schnee bei 5000 Meter Höhe, meine Lungen kämpften
verzweifelt nach Luft. Mein Kopf schien vor Schmerzen fast zu platzen, und ich
musste immer und immer wieder erbrechen. Ich war 18 Jahre alt und gerade dabei,
den Kilimanjaro in Afrika zu besteigen.

Die Reiseführer wurden besorgt und sagten, "Chris, wenn du noch einmal erbrichst,
werden wir Dich mit einem Wächter ins Lager zurückbringen lassen!" Was sollte ich tun?
Sollte ich aufgeben?

Der Drang aufzugeben ist meistens kurz vor dem Ziel am größten! Ich glaube, dass viele
Christen kurz vor ihrem Durchbruch aufgeben... kurz bevor der Mann sich bekehrt..., bevor
die finanziellen Nöte sich lösen..., bevor die Krankheit geheilt wird..., bevor die Gemeinde
eine Erweckung erlebt..., bevor Beziehungen wiederherstellt werden!

Was machst Du, wenn der Kampf hart wird? Gibst du auf, oder lässt Du die Kraft Gottes in
dir aufsteigen?

Verzagt saß ich also dort im Schnee, alles und alle ermutigten mich, aufzugeben. Ich betete
leise vor mich hin. Auf einmal war es so, als ob mein Wille sich durchsetzte. Ich stellte mich
auf meine Füße, verbot meinem Körper noch einmal zu erbrechen, und kämpfte die letzten
3 Stunden. Jeder Schritt war ein entsetzlicher Kampf für mich, aber ich wollte den Gipfel
erklimmen. Es gab kein Erbrechen mehr! Als ich dann oben angekommen war und die
atemberaubende Aussicht Afrikas aus ca. 6000 Metern Höhe sehen durfte, war ich so dankbar.
Ich hatte den Kilimanjaro trotz allem erklommen. Wie sehr hatte mein Kampf sich doch gelohnt!

Möge die Kraft Gottes Dich Heute erfüllen. Gib nicht auf!

Es grüßt Euch alle Euer Chris Franz

2020  Volksmission "Lebensquelle" Horb